Rss

Sarah

Kleine Kugeln – große Wirkung
Ich gebe es zu, ich gehörte längere Zeit – genau genommen nach meinem Studium und mit Beginn meiner beruflichen Laufbahn – mehr zur Kategorie „Sport mache ich dann, wenn es irgendwie in meinen Zeitplan passt oder ich gerade mal wieder zu viel gegessen habe.“ Ersteres war rekordverdächtig selten, zweiteres fand ich dann doch gar nicht so schlimm, nicht schlimm genug zumindest, um etwas dagegen zu tun. Dummer Weise, das werden wohl viele bestätigen können, wird aber der Stoffwechsel mit Mitte Zwanzig langsamer, sogar deutlich langsamer – jedenfalls wurde meiner so langsam, dass ich das Gefühl hatte, er würde dauerhaft vor sich hin schlummern. Ein sehr unschönes Gefühl. Das war der Punkt, an dem mir klar wurde, Sport muss wieder regelmäßig einen Platz in meinem Zeitplan bekommen. Gedacht, getan, eine Woche später war ich stolzes Mitglied in einem Fitness Center. Der Rest ist Geschichte. Klaus stand in seiner charmant unnachgiebigen Art vor mir und spätestens an dieser Stelle bereute ich jedes einzelne Stück Schokolade. Ja, ein Körper-Check ist ernüchternd ehrlich, aber genau das sollte auch die Motivation sein: Sich selbst mehr Zeit zu widmen und seinem Körper regelmäßig etwas Gutes zu tun. Dummer Weise ist das mit der Regelmäßigkeit so ein kleines Problem, wenn man gar nicht so recht weiß, mit welchem Trainingsprogramm man eigentlich glücklich ist. Mir fehlte tatsächlich ziemlich schnell die Abwechslung. Ich glaube, Klaus war das sogar schon vor mir bewusst, weil er einfach nicht müde wurde, mich immer wieder zu fragen, welche Sportart wir denn mal für mich finden könnten. Nach einer Reihe von (wirklich auch guten) Vorschlägen kam er auf Kettlebell. Ich fing damit an, weil es für mich etwas völlig neues war und ich blieb dabei, weil es in jeder Trainingsstunde wieder etwas neues ist, weil es individuell ist, weil es immer neue Abläufe kombiniert und man mit dem Kettlebell-Training immer aufs neue entscheiden kann, ob einem heute mehr nach Ausdauer- oder Krafttraining ist. Kurz: Es wird einfach nicht langweilig und kann perfekt auf den eigenen Trainingsstand und die eigenen Vorstellungen angepasst werden. Gefühlt bin ich mittlerweile schon ewig dabei und auch wenn ich sicher nie eine Wettkampfsportlerin werde, so habe ich doch etwas gefunden, was ich gern mache und an den Tagen, an denen ich es nicht so gerne mache und die Couch für mich wieder näher ist als die Kettlebells, lasse ich mich eben einfach von Klaus motivieren. Ja, das funktioniert.
Sarah G.

Previous Post

Next Post

Comments are closed.